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Guntram Wolf

Guntram Wolf und sein Kontraforte / Traumhafte Klangqualität aus Kronach

KRONACH/BAYREUTH. - Ein neues Musikinstrument schreibt Orchestergeschichte: Ob bei Beethoven oder Mahler, das neue Kontraforte, das der auf Holzblasinstrumente spezialisierte Handwerksbetrieb Guntram Wolf aus Kronach im Zusammenwirken mit Familienmitgliedern und Mitarbeitern seines Betriebes entwickelt hat, wird über kurz oder lang das bisherige Kontrafagott ablösen.

Obwohl die erste Serienfertigung mit 20 Instrumenten derzeit noch in Arbeit ist, kann Guntram Wolf bereits eine ellenlange Bestellliste renommierter Musiker aus der ganzen Welt vorweisen. Der Grund: Wolfs innovatives Kontraforte entspricht in Akustik und Konstruktion allen Anforderungen und Wünschen von Komponisten, Dirigenten und Musikern, ohne dass es die Schwächen bisheriger Kontrafagotte besitzt. "Das neue Kontraforte besitzt im gesamten Spielbereich eine volle Dynamik mit einem erweiterten Tonumfang und einer Klangqualität, von der man bisher nur träumen konnte", schwärmt der Tüftler aus Kronach, der auf moderne und historische Holzblasinstrumente spezialisiert ist.

Seine Grundidee reicht zurück bis in den April 2001. Nur wenige Monate später konnte Guntram Wolf bereits einen ersten Prototyp fertigstellen. Weltweit wurde das neue Instrument danach getestet, ehe im März 2003 das erste endgültige Modell vorlag und auf der renommierten Frankfurter Musikmesse vorgestellt wurde. Das Instrument habe damals in der Fachwelt sofort eingeschlagen, erinnert sich Wolf. Er rechnet fest damit, dass das Kontraforte das bisherige Kontrafagott ablösen wird.

Einzelheiten zum Bauplan möchte Guntram Wolf aus verständlichen Gründen freilich nicht offenlegen. Nur soviel: Der wegen des homogenen Klangkörpers komplett aus Holz gefertigte Korpus des neuen Instrumentes besteht aus sechs ab- und aufführenden Röhren, die mit fünf Bögen aufeinanderfolgend verbunden sind. So konnte der Beschreibung zufolge bei einer Gesamtlänge der schwingenden Luftsäule von rund sechs Metern eine Bauhöhe von nur etwa 1,30 Metern erreicht werden. Dadurch habe der Spieler sowohl seine Noten als auch den Dirigenten immer gut vor Augen, erläutert der Erfinder. Die gedrungene und kompakte Bauweise sei aber auch gewählt worden, damit beim Aufbau der Mechanik möglichst kurze Klappenverbindungen entstehen. Darüber hinaus garantieren die Holzteile, Bögen und der ebenfalls aus Holz gefertigte Becher eine völlige Verwindungsfreiheit und Dichtigkeit.

Als Besonderheiten seiner Konstruktion bezeichnet Wolf die Mechanik, bei der auch Spieler mit kleinen Händen alle Klappen ohne Probleme erreichen können. Der Tonumfang reicht seinen Angaben zufolge vom Sub-Kontra-A bis über das g1 und damit bei vollem und rundem Klang über vier Oktaven hinaus. "Ob Sinfonieorchester, Kammermusikvereinigung oder großes Blasorchester: das Kontraforte kann sich problemlos in jede Besetzung einfügen."

Das hat auch die Jury des oberfränkischen Innovationspreises erkannt und das Kontraforte von Guntram Wolf deshalb für die Auszeichnung nominiert. Die Mitglieder sprachen einstimmig von einer "weltweiten Sensation" und einer "ziemlich revolutionären Entwicklung". Ein Handwerksbetrieb habe in Verbindung mit einer High-Tech-Fertigung ein Musikinstrument von ungeahnter Klangqualität entwickelt, heißt es in der Bewertung.

Kontakt:
Guntram Wolf
Im Ziegelwinkel 13
96317 Kronach
Tel.: 09261/4207
Fax: 09261/52782
info@guntramwolf.de