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Die REHAU AG + Co

"Stentmanchon" schafft dem Durchbruch in der Kardiologie

REHAU/BAYREUTH. - Mit dem Ziel, Folgeoperationen bei krankhaften Verengungen oder Verschlüssen von Blutgefäßen (Stenosen) zu verhindern, will die REHAU AG mit dem sogenannten "Stentmanchon" noch im laufenden Jahr eine medizinische Neuheit auf den Markt bringen. Dabei handelt es sich um ein Gittergeflecht, das im Gegensatz zu bisherigen Produkten mit einem hauchdünnen elastischen Polymermantel überzogen wird. Mit dieser Stütze (Stent) soll vor allem das Einwachsen der Gefäßwand in das Maschengeflecht verhindert werden.

Damit könnte so manche weitere Bypass-Operation überflüssig gemacht werden, sind sich die Verantwortlichen der REHAU AG einig. Die Hauptabteilung Chemie und die Abteilung Anwendungstechnik der REHAU AG mit Sitz in Rehau, die das "Stenmanchon" in Kooperation mit der Landesklinik für Herzchirurgie im österreichischen Salzburg entwickelt haben, sprechen sogar vom "Durchbruch in der Kardiologie", da die derzeitige Stenttechnik, eine Methode zur Aufweitung von verengten Gefäßen, nicht den Erwartungen vieler Mediziner entspreche. Nach einem Jahr Liegezeit betrage die Wiederverschlussrate immer noch bis zu 60 Prozent. Dies bedeute, dass die nächste Bypass-Operation in vielen Fällen bereits vorprogrammiert sei.

Zusätzlich können Medikamente in die polymere Matrix eingearbeitet werden, die über weite Zeiträume eine konstante Wirkstoffabgabe gewährleisten. Möglich machen dies Rezeptoren, die in die Oberfläche des "Stentmanchon" eingearbeitet wurden und die eine genau definierte Menge eine bestimmten Substanz intravenös in die Blutbahn des Patienten einbringen.

Die Kunststoffkompetenz macht es möglich: Die REHAU AG fertigt und entwickelt seit jeher technische Teile aber auch komplette Systeme für viele wichtige Industriezweige. Hoch- und Tiefbau gehören genauso dazu wie Wasser und Energiewirtschaft oder Elektro-, Computer oder Automobilindustrie. Schon vor Jahren hat sich die REHAU AG außerdem den Ruf eines Schlauchexperten erworben. REHAU-Schläuche sind zu Hause im Maschinenbau, in der Pneumatik, in der Hydraulik, sowie in Labor und Werkstatt. Seit Jahren ist das Unternehmen aber auch in der Medizintechnik, unter anderem mit Schläuchen für Infusion, Transfusion, Dialyse, Katheter, Urologie, Anästhesie und eben der Kardiologie zu Hause. Die Entwicklung des Stentmanchons kann daher auch als logische Erweiterung der Produktpalette gesehen werden.

Die REHAU AG arbeitet seit Anfang 2001 an der Innovation. Nach der Herstellung von Prototypen wurde bereits das industrielle Fertigungsverfahren konzipiert, das den Verantwortlichen zufolge eine zuverlässige Serienreproduktion bei hoher Wirtschaftlichkeit erlaubt. Parallel zur patentrechtlichen Absicherung wurde und wird der innovative "Stentmanchon" bereits von Professor Felix Unger von der Landesklinik für Herzchirurgie in Salzburg auf Fachkongressen vorgestellt. Die Markteinführung ist für September des laufenden Jahres geplant.

Kontakt:
REHAU AG + Co
Dr. Michael Denzner
Postfach 1460
95104 Rehau
Tel.: 09283/772511
Fax: 09283/1016
michael.denzner@rehau.com