10 Nominierungen zum 3. Oberfränkischen Innovationspreis Oberfranken innovativ: Zwischen High-Tech-Fahrradsattel und revolutionärem Herzkatheter | (01.07.2003) |
Die unter dem Vorsitz von Regierungspräsident Hans Angerer arbeitende Jury des 3. Oberfränkischen Innovationspreises hat im Rahmen einer mehrstündigen Sitzung in Bayreuth ihre Entscheidung über die Nominierungen und die Preisträger des Wettbewerbs getroffen. Insgesamt wurden zehn der 108 eingegangenen Bewerbungen für den Preis nominiert. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt erst im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 16. Juli 2003 in der Stadthalle Kulmbach. Die Preisverleihung wird Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, zusammen mit Staatsminister Dr. Werner Schnappauf und Regierungspräsident Hans Angerer vornehmen. Aufgrund der im Vergleich zu den vergangenen Jahren in der Breite deutlich gestiegenen Qualität der Einsendungen fiel der Jury die Entscheidung schwerer als in den Jahren zuvor. Die Bandbreite der Nominierten reicht von innovativen Anwendungen von Leichtbaumaterialien im Profiradsport bis hin zu Spitzenentwicklungen im Bereich der Medizintechnik. Für den Oberfränkischen Innovationspreis 2003 wurden nominiert: ------------------------------------------------------------------------------ AX-Lightness Carbon fibre technology Axel Schnura c/o Bayreuther Gründerzentraum für Neue Materialien Entwicklung im Profiradsport Bayreuth Vorgestellt wird die außergewöhnliche Entwicklung einer Produktgruppe für den Profi-Radsport hin zu einem Unternehmen im Bereich der halbindustriellen Komponentenfertigung – diese wiederum aufgehängt in Kooperationen mit Firmenexternen FuE – Einrichtungen. ------------------------------------------------------------------------------ Blood Tec Prof. Dr. Schmidt Walter Dipl.-Spoec. Nicole Prommer Atemgerät zur Bestimmung des menschlichen Blutvolumens Bayreuth Blood Tec präsentiert die Entwicklung eines Gerätes zur exakten Bestimmung der menschlichen Blutmenge. In der Klinik dient diese Kenntnis der besseren Diagnose und adäquaten Therapie, in der Sportmedizin ermöglicht sie die Beurteilung der Leistungsfähigkeit und der Leistungsmanipulation durch Doping. ------------------------------------------------------------------------------ Gemeinsame Nominierung des Clavius Gymnasium Bamberg Rudolf Schmidt und verschiedene Teams am Clavius Gymnasium Bamberg Aufbau einer „Virtuellen Schule“ Bamberg Unter http://www.virtuelle-schule.de werden alle wichtigen Bausteine des e-Learning vor- und bereitgestellt. Ein didaktisches Konzept und erprobte Beispiele schaffen die Grundlage für ein Forum des eLearning für alle Schulen. Der Aufbau der „Virtuellen Schule“ erfolgte durch die Eigeninitiative des Clavius Gymnasiums sowie Vertretern des Lehrkörpers. Zusammen mit Eckehardt Weiß www.deutsch-digital.de Bamberg Die Datenbank www.deutsch-digital.de ist ein großes dynamisches Sprachbuch, das sich ständig in der Entwicklung befindet und stetig erneuert und optimiert wird. Sie erlaubt einen schnellen Zugriff auf individuelle Themenbereiche, optimiert die Unterrichtsvorbereitung und öffnet die Schule nach außen. Aus der schulischen Idee heraus wurde mittlerweile ein eigenes Unternehmen gegründet. Die Seite weißt monatlich im Durchschnitt ca. 120.000 Seitenaufrufe auf. ------------------------------------------------------------------------------ Concept Laser GmbH Dipl.-Ing. (FH) Frank Herzog M 3 linear, eine Maschine – drei Technologien Lichtenfels M 3 ist die erste Laserbearbeitungsanlage in Modulbauweise. Die Maschine besteht aus einer Laserstation und drei Technologiemodulen, die den flexiblen Austausch der Technologien erlauben: Lasercusing ®, 3-D Laserabtragen, Laserbeschriften. ------------------------------------------------------------------------------ KAESER KOMPRESSOREN GmbH Erwin Ruppelt, Reinhold Hofmann „Sigma Air Manager“ Standardisiertes Steuerungs- und Kostenmanagementsystem für die Drucklufterzeugung Coburg Die KAESER KOMPRESSOREN GmbH stellt ein innovatives Konzept für die Einsparung von Energie und die Optimierung der Druckluftversorgung vor. Damit verbunden ermöglicht dies ein effektives Controlling der Druckluftkosten. Das Konzept stellt sicher, dass eine Druckluftstation stets die richtige Luftmenge in der geforderten Qualität und auf dem erforderlichen Niveau liefert. Das System führt zu einer Energieeinsparung und besitzt damit ausgesprochene Kosten- und Umweltrelevanz. ------------------------------------------------------------------------------ Fa. Kaspar Schulz, Brauereimaschinenfabrik und Apparatebauanstalt Jörg Blinkert „SchoKo“ – Das Schonkochverfahren Bamberg Durch „SchoKo“ ist es weltweit erstmals möglich, bei der Bierbereitung auf das energieintensive Kochen der Würze verzichten zu können. Durch die einfache Nachrüstung in allen bestehenden Braustätten ist dieses System auch für mittelständische Brauereien äußerst lukrativ. Die Einsparung an Primärenergie geht zudem mit einer deutlichen Qualitätsverbesserung des Bieres einher. ------------------------------------------------------------------------------ Loewe AG Dr. Roland Raithel DLP – Rückprojektions-TV Kronach Mit der DLP (Digital Light Processing) Rückprojektionstechnik ist es der Loewe AG gelungen, das bekannte Rückprojektionsverfahren im Bereich der Home-Multimedia-Anwendungen zu revolutionieren. Im Gegensatz zur herkömmlichen Technik wird ein größeres Bild bei erheblich verbesserter Qualität erreicht, womit eine kostengünstige Alternative zum Plasma-TV angeboten werden kann. Die herkömmlich Technologie der Rückprojektionstechnik wurde ursprünglich in Deutschland entwickelt und in Japan und den USA zu marktfähigen Produkten gemacht. Die Loewe AG holt damit gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern die Technologie auf einem wesentlich höheren und absolut neuen technischen Stand zurück nach Deutschland. ------------------------------------------------------------------------------ Rehau AG + Co. Dr. Michael Denzner Stentmanchon schafft den Durchbruch in der Kardiologie Rehau Stentmanchon ist ein Gittergeflecht, das mit einem elastischen Polymermantel überzogen ist und bei verengten Gefäßen zur dauerhaften Ausweitung eingesetzt wird. Im Gegensatz zu bisherigen Produkten soll Stentmanchon nicht in die Gefäßwand einwachsen und so eine weitere Operation überflüssig machen. ------------------------------------------------------------------------------ Scherer & Trier Matthias Baumgärtner Mehrlagiges Dekorband Michelau Das mehrlagige Dekorband besteht aus einer dünnen Oberlage aus Metall und einer Unterlage aus Kunststoff. Zuerst wird in das Metallband eine Struktur, ein Schriftzug oder ein Muster durch einen Prägeprozess eingebracht. Anschließend bringt die Extrusionsmaschine eine gleichmäßige Kunststoffschicht für die Stabilität des gesamten Dekorbands auf. Beide Prozesse erfolgen großtechnisch in einer kontinuierlichen Strecke. ------------------------------------------------------------------------------ Guntram Wolf Kontraforte Kronach Das Kontraforte ist ein Kontrafagott ohne die Schwächen der bisherigen Kontrafagotte und mit voller Dynamik im gesamten Spielbereich mit einem bisher ungeahntem Tonumfang bei einer bisher unerreichten Klangqualität. Angesichts der großen Resonanz des Kontraforte scheint dieses das bisherige Kontrafagott in der Musikwelt abzulösen. ------------------------------------------------------------------------------ Detaillierte Informationen zu den Nominierten finden Sie auf der Homepage des Oberfränkischen Innovationspreises unter www.innovationspreis-oberfranken.de Maßgeblich für die Juryentscheidung waren Marktrelevanz, Neuigkeitsvorsprung und der Realisierungsstand der eingereichten Innovationen. Die Jury bemerkte insbesondere die hohe Qualität der Einsendungen sowie, dass es mittlerweile zum 3. Mal gelungen ist den Preis mit deutlich über 100 Bewerbungen sehr breit in der Region zu verankern. Mit dem von Oberfranken Offensiv und dem Forum Zukunft Oberfranken ausgerichteten Oberfränkischen Innovationspreis soll die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsraumes Oberfranken dargestellt werden. Der mit 50.000,- Euro dotierte oberfränkische Wirtschafts-Oskar wird bereits zum 3. Mal durch den Unternehmer Heinz Greiffenberger und die Greiffenberger AG gestiftet. |