Zukunft "Made in Oberfranken"Vier Oberfränkische Innovationspreise vergebenBayreuth/Kulmbach. Zukunft "Made in Oberfranken" wird im Rahmen der feierlichen Preisverleihung um den 3. Oberfränkischen Innovationspreis am 16. Juli 2003 in der Stadthalle Kulmbach durch Staatsminister Dr. Werner Schnappauf und Regierungspräsident Hans Angerer im Beisein von BMW-Aufsichtsrat Joachim Milberg gefeiert. Insgesamt vier Bewerbungen um den mit 50.000 Euro dotierten "Wirtschafts-Oskar" werden mit einem Preis ausgezeichnet. Unter 108 eingereichten Vorschlägen und 10 Nominierungen haben sich die Loewe AG aus Kronach, die Rehau AG aus Rehau im Landkreis Hof, Guntram Wolf, ebenfalls Kronach und das Clavius Gymnasium zusammen mit www.deutsch-digital, Bamberg, durchgesetzt. "In diesem Jahr war die Qualität der Bewerbungen so hoch, wie nie zuvor. Insbesondere im Spitzenfeld hätten wir leicht noch mehr Preise vergeben können", so Regierungspräsident Hans Angerer, der Moderator der Jury. "Wir zeigen damit was wir können und auf welche Potenziale wir in Oberfranken unsere Zukunft bauen können, wenn wir nur unsere Kräfte bündeln!", so der erste Vorsitzende des Forum Zukunft Oberfranken, Staatsminister Dr. Werner Schnappauf. Der Oberfränkische Innovationspreis wird alle zwei Jahre durch die Regionalmarketinginitiative Oberfranken Offensiv und das Forum Zukunft Oberfranken ausgelobt. Die Aufteilung des Preisgeldes, das erneut von Heinz Greiffenberger und der Greiffenberger AG gestiftet wird, wurde von der Jury wie folgt festgelegt: Clavius-Gymnasium Bamberg mit der "Virtuellen Schule" gemeinsam mit www.deutsch-digital, 10.000 EuroDas Clavius-Gymnasium Bamberg wird zusammen mit www.deutsch-digital für die Entwicklung und Umsetzung neuer Lern- und Lehrmöglichkeiten auf der Basis des E-Learnings mit dem Oberfränkischen Innovationspreis ausgezeichnet. Beide Bewerber geben zukünftigen Schülergenerationen entscheidende Impulse für die Förderung unternehmerischen Denkens, hochmotivierten, kreativen Arbeitens und Kooperationsfähigkeit im Team und vermitteln damit notwendige Schlüsselqualifikationen für einen späteren Berufserfolg. Durch die Prägung junger Menschen in diesem Sinne sind beide Innovationen ein vielversprechender zukünftiger Wirtschaftsfaktor für Oberfranken. Loewe AG, Kronach: DLP-Rückprojektions-TV, 10.000 EuroDie Loewe AG Kronach wird für die Entwicklung einer völlig neuartigen Technologie für Rückprojektionsfernseher ausgezeichnet. Die Entwicklung reicht gegenüber marktüblichen Geräten eine wesentlich höhere Bildqualität bei deutlich größeren Bildschirmdiagonalen von bis zu 1,40 m. Mit der DLP-Rückprojektionstechnik setzt die Loewe AG weltweit Maßstäbe und holt die Technologieführerschaft im Bereich der Rückprojektionstechnologie, die ursprünglich in Deutschland entwickelt wurde, aus den bisher dominierenden Ländern USA und Japan zurück nach Deutschland.
Die Kooperationsstrategie des Unternehmens, die unter der Führerschaft von Loewe zusammen mit Carl Zeiss Jena und Texas Instruments zur Entwicklung der DLP-Technik geführt hat, ist richtungsweisend für die Möglichkeiten mittlerer Unternehmen in Konkurrenz zu Großkonzernen weltweit Spitzentechnologie anbieten zu können. Rehau AG, Rehau: Stent-Manchon, 10.000 EuroMit dem Stent-Manchon ist der Rehau AG ein entscheidender Durchbruch in der Herzchirurgie gelungen. Durch die Ummantelung eines bisher in Anwendung befindlichen Metallgitters, eines sog. Stents, mit einer Kunststoffhülle, dem sog. Manchon, wird verhindert, dass das Gewebe im Falle einer Arterienverengung erneut durch das Metallgitter wachsen kann und damit zu einem Wiederverschluss führt, der eine weitere risikoreiche und teuere Operation notwendig macht. Derzeit beträgt die Wiederverschlussrate bei herkömmlichen Stents ca. 60 %. Guntram Wolf, Kronach: Kontraforte, 20.000 EuroDie Entwicklung des Kontraforte durch den Kronacher Handwerker Guntram Wolf stellt eine Revolution in der Musikwelt dar. Das Kontraforte ich die völlige Neukonstruktion eines Kontrafagottes, ohne deren Schwächen aber mit der vollen Dynamik im gesamten Spielbereich, mit erweitertem Tonumfang und einer Klangqualität, die bisher noch nie erreicht wurde.
Die große Resonanz in der Musikwelt und die daraus resultierende Vielzahl von Bestellungen des Kontrafortes deuten darauf hin, dass das von Guntram Wolf entwickelte Instrument das bekannte Kontrafagott auf Sicht ablösen könnte.
Den abgeschlossenen Wettbewerb bilanzierend zeigen sich die Jury des 3. Oberfränkischen Innovationspreises und dessen Veranstalter ausgesprochen zufrieden, da die Qualität der Einsendungen nochmals gesteigert werden konnte. Erfreulich ist die Beteiligung von Bewerbern mit verschiedenstem Hintergrund. Das namhafte Industrieunternehmen steht ebenso im Wettbewerb mit innovativen Handwerksbetrieben wie auch mit Wissenschaftlern und Einzelpersonen. Zudem konnte mit 108 Bewerbungen bereits zum dritten Mal eine ausgesprochen gute Resonanz erzielt werden; wenn auch die Zahlen im Vergleich zum vorangegangenen Wettbewerb erneut gesunken sind. Nach Aussage von Jurymitgliedern ist die wiederholt starke Beteiligung im Vergleich zu anderen Regionen dennoch bemerkenswert. Möglich ist dies nur durch die aktive Unterstützung der Kammern, der kommunalen Wirtschaftförderer und der Hochschulen. Damit stellt der Oberfränkische Innovationspreis eine echte regionale Gemeinschaftsleistung dar. Mit dem Ende der Preisverleihung wird bei den Veranstaltern Oberfranken Offensiv und dem Forum Zukunft Oberfranken bereits mit der Vorbereitung des 4. Oberfränkischen Innovationspreis vorbereitet. |